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Video-Deelenhochtied

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Ems-Zeitung vom 28.08.2003

Von Willy Rave Lathen

 

Schulten Gerd soll trauen.

 

Siene Moder konn de Pötte nich mehr regeeren. Dp 'n halwen Nommiddag segg sien Vader to em: "Gerd, du bis de Füftig nu ower und häs - so äs mi dücht - nu Verstand genog. Du moss so sachte an't Trauen denken. Use Mama is versletten." An die Geschichte von Maria Mönch-Tegeder "Van't Frejen un Trauen vor hunnert Jaohr" fühlte man sich im Heimathaus in Lathen und auf dem "Runde-Hoff" in Kathen-Frackel erinnert. Der Heimatverein Lathen hatte in Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde und dem Landkreis Emsland im Rahmen des Emsländischen KULTOURsommers unter dem Motto "Hochtied fiern äs vor 80 Jaohr" zu einer historischen emsländischen "Deelenhochtied" eingeladen. Über 500 Gäste und Schaulustige verfolgten das Schauspiel. Wer im Vorverkauf noch eine Eintrittskarte ergattert hatte, durfte sich mit an den Hochzeitstisch setzen und das Mahl-Hühnersuppe, Buskohlgemüse, gekochter Schinken und ?dicken Ries mit Prumen un Zimt" - genießen. Die Deele des Hochzeitshauses war festlich geschmückt, und die große "Falldööre" zierte ein grüner Kranz mit bunten Blumen, als das Brautpaar vorfuhr; allen voran der Hochtiedsnöger auf seinem bunten Fahrrad und der Leiterwagen mit der "Utstüür". "Annen Hochtiedsdag harr de Naihster dat Wicht moj terrechte makt. Un de Brüdigam meende, he harr noch wall 'ne stäödige Brut kregen", schrieb einst Maria Mönch Tegeder. Sie hätte diese Feststellung sicher auch am vergangenen Sonntag in Kathen-Frackel getroffen. Auch die nahen Verwandten trugen "besten Sönndagsstaot". Reiter begleiteten die bekränzten Kutschen, in denen die große Hochzeitsgesellschaft Platz genommen hatte. Unter den Gästen Landrat Hermann Bröring und sein Stellvertreter Josef Fening. Man hatte sich etwas verspätet, weil Anwohner ein Seil über die Straße gespannt und den Hochzeitszug angehalten hatten: Aufforderung an die Brautleute, "uttauschenken". Ein kleines Mädchen sagte ein Begrüßungsgedicht auf und kredenzte "Brut un Brüdigam" je ein Glas Rotwein. Die Nachbarn der Braut brachten den "Brutbessen", Frauen in historischen Trachten schenkten "Seute Köppken" aus. Nach dem Hochzeitsmahl wurde - wie auch heute noch üblich - für das Küchenpersonal gesammelt: "Dau 'n dick Stück drupp!" hieß es. Nachdem der riesige ?Brutstuten" angeschnitten worden war, stand der obligatorische "Brutdanz" auf dem Programm. Und noch ein alter Brauch wurde praktiziert: Die von den Hochzeitsgästen "entführte" Braut musste vom Bräutigam zurückgekauft werden. Ein nicht gerade billiges Vergnügen für den frisch Angetrauten. Beim Nachmittagskaffee traten die singenden "Knechte un Maiden" auf. Mit einer "Häuhnermisse" klang das Spektakel aus.

 

Landkreis Emsland vom 14.08.2003

 

Meppen Außergewöhnlichen Besuch erhielt Landrat Hermann Bröring heute in seinem Büro.

 

Ein Hochtiednöger aus Lathen sprach auf Plattdeutsch für alle Emsländer und Gäste eine herzliche Einladung zu einer Deelenhochtied am Sonntag, dem 24. August ab 11:00 Uhr am Lathener Heimathaus aus. In gemütlicher Runde sei der Heimatverein Lathen auf die Idee gekommen, die Sitten und Gebräuche einer emsländischen Bauernhochzeit aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wieder lebendig werden zu lassen, berichtete der "Hochzeitseinlader". Heinrich Thien aus Lathen, selbst Jahrgang 1932, kennt die Traditionen noch aus seiner eigenen Jugend. Neben dem Hochtiednöger würden auch die Kröchenhochtied, das Brut verstoppen und das Hahnenschlachten dargestellt und mit viel alter Musik und Erzählungen an die "gute alte Zeit" erinnert. Dazu würden Hühnersuppe, Buskohlgemüse, gekochter Schinken und "dicker Ries mit Prumen un Kanail (Zimt)" serviert. Zunächst geht es vom Lathener Heimathaus in Kutschen und Planwagen zum Hochzeitshof im Ortsteil Frackel, wo dann nach alter Sitte kräftig gefeiert werden soll. Der Eintritt für diese Veranstaltung, die Teil des emsländischen KULTOURsommers ist, beträgt 4 Euro. Weitere Informationen sind bei der Samtgemeinde Lathen oder beim Kulturamt des Landkreises in Meppen unter der Telefonnummer 05931/44-1449 erhältlich.

 

Ems-Zeitung vom 02.08.2003

 

Wie man vor 80 jähren in Lathen und Umgebung Hochzeit feierte, wird am Sonntag, 24. August, im Rahmen des Emsländischen KULTURsommers durch den Heimatverein Lathen in Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde in Szene gesetzt. Die historische Hochzeitsgesellschaft trifft sich um 11 Uhr beim Heimathaus, um dann mit Kutschen zum Hof Runde" in Kathen-Frackel zu fahren, wo die "groote Fier" stattfindet. Dabei werden alte Bräuche wieder lebendig. Die Bevölkerung ist zur "Hochtiedsfier" und zum Hochzeitsmahl - es kostet vier Euro -willkommen. Derzeit ist Heinrich Thien in den einzelnen Gemeinden mit seinem bunt geschmückten Fahrrad als Hochtiedsnöger unterwegs, um die Gäste über die einzelnen Heimatvereine zur "Deelenhochtied" einzuladen.  

 

Ems-Zeitung vom 28.08.2003

Von Willy Rave Lathen

Schulten Gerd soll trauen.
 
Siene Moder konn de Pötte nich mehr regeeren. Dp 'n halwen Nommiddag segg sien Vader to em: "Gerd, du bis de Füftig nu ower und häs - so äs mi dücht - nu Verstand genog. Du moss so sachte an't Trauen denken. Use Mama is versletten." An die Geschichte von Maria Mönch-Tegeder "Van't Frejen un Trauen vor hunnert Jaohr" fühlte man sich im Heimathaus in Lathen und auf dem "Runde-Hoff" in Kathen-Frackel erinnert. Der Heimatverein Lathen hatte in Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde und dem Landkreis Emsland im Rahmen des Emsländischen KULTOURsommers unter dem Motto "Hochtied fiern äs vor 80 Jaohr" zu einer historischen emsländischen "Deelenhochtied" eingeladen. Über 500 Gäste und Schaulustige verfolgten das Schauspiel. Wer im Vorverkauf noch eine Eintrittskarte ergattert hatte, durfte sich mit an den Hochzeitstisch setzen und das Mahl-Hühnersuppe, Buskohlgemüse, gekochter Schinken und ?dicken Ries mit Prumen un Zimt" - genießen. Die Deele des Hochzeitshauses war festlich geschmückt, und die große "Falldööre" zierte ein grüner Kranz mit bunten Blumen, als das Brautpaar vorfuhr; allen voran der Hochtiedsnöger auf seinem bunten Fahrrad und der Leiterwagen mit der "Utstüür". "Annen Hochtiedsdag harr de Naihster dat Wicht moj terrechte makt. Un de Brüdigam meende, he harr noch wall 'ne stäödige Brut kregen", schrieb einst Maria Mönch Tegeder. Sie hätte diese Feststellung sicher auch am vergangenen Sonntag in Kathen-Frackel getroffen. Auch die nahen Verwandten trugen "besten Sönndagsstaot". Reiter begleiteten die bekränzten Kutschen, in denen die große Hochzeitsgesellschaft Platz genommen hatte. Unter den Gästen Landrat Hermann Bröring und sein Stellvertreter Josef Fening. Man hatte sich etwas verspätet, weil Anwohner ein Seil über die Straße gespannt und den Hochzeitszug angehalten hatten: Aufforderung an die Brautleute, "uttauschenken". Ein kleines Mädchen sagte ein Begrüßungsgedicht auf und kredenzte "Brut un Brüdigam" je ein Glas Rotwein. Die Nachbarn der Braut brachten den "Brutbessen", Frauen in historischen Trachten schenkten "Seute Köppken" aus. Nach dem Hochzeitsmahl wurde - wie auch heute noch üblich - für das Küchenpersonal gesammelt: "Dau 'n dick Stück drupp!" hieß es. Nachdem der riesige ?Brutstuten" angeschnitten worden war, stand der obligatorische "Brutdanz" auf dem Programm. Und noch ein alter Brauch wurde praktiziert: Die von den Hochzeitsgästen "entführte" Braut musste vom Bräutigam zurückgekauft werden. Ein nicht gerade billiges Vergnügen für den frisch Angetrauten. Beim Nachmittagskaffee traten die singenden "Knechte un Maiden" auf. Mit einer "Häuhnermisse" klang das Spektakel aus.

Landkreis Emsland vom 14.08.2003

Meppen Außergewöhnlichen Besuch erhielt Landrat Hermann Bröring heute in seinem Büro.
 
Ein Hochtiednöger aus Lathen sprach auf Plattdeutsch für alle Emsländer und Gäste eine herzliche Einladung zu einer Deelenhochtied am Sonntag, dem 24. August ab 11:00 Uhr am Lathener Heimathaus aus. In gemütlicher Runde sei der Heimatverein Lathen auf die Idee gekommen, die Sitten und Gebräuche einer emsländischen Bauernhochzeit aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts wieder lebendig werden zu lassen, berichtete der "Hochzeitseinlader". Heinrich Thien aus Lathen, selbst Jahrgang 1932, kennt die Traditionen noch aus seiner eigenen Jugend. Neben dem Hochtiednöger würden auch die Kröchenhochtied, das Brut verstoppen und das Hahnenschlachten dargestellt und mit viel alter Musik und Erzählungen an die "gute alte Zeit" erinnert. Dazu würden Hühnersuppe, Buskohlgemüse, gekochter Schinken und "dicker Ries mit Prumen un Kanail (Zimt)" serviert. Zunächst geht es vom Lathener Heimathaus in Kutschen und Planwagen zum Hochzeitshof im Ortsteil Frackel, wo dann nach alter Sitte kräftig gefeiert werden soll. Der Eintritt für diese Veranstaltung, die Teil des emsländischen KULTOURsommers ist, beträgt 4 Euro. Weitere Informationen sind bei der Samtgemeinde Lathen oder beim Kulturamt des Landkreises in Meppen unter der Telefonnummer 05931/44-1449 erhältlich.

Ems-Zeitung vom 02.08.2003

Wie man vor 80 jähren in Lathen und Umgebung Hochzeit feierte, wird am Sonntag, 24. August, im Rahmen des Emsländischen KULTURsommers durch den Heimatverein Lathen in Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde in Szene gesetzt. Die historische Hochzeitsgesellschaft trifft sich um 11 Uhr beim Heimathaus, um dann mit Kutschen zum Hof Runde" in Kathen-Frackel zu fahren, wo die "groote Fier" stattfindet. Dabei werden alte Bräuche wieder lebendig. Die Bevölkerung ist zur "Hochtiedsfier" und zum Hochzeitsmahl - es kostet vier Euro -willkommen. Derzeit ist Heinrich Thien in den einzelnen Gemeinden mit seinem bunt geschmückten Fahrrad als Hochtiedsnöger unterwegs, um die Gäste über die einzelnen Heimatvereine zur "Deelenhochtied" einzuladen.