FilmFunken #2 – Kino auf dem Land

Die Förderunion für Kunst und Kultur e.V. (Fu.K.K.) präsentierte in Zusammenarbeit mit unserem Heimatverein und dem REPAIR CAFÉ Lathen am 24. April den Film “Everything will Change” im Haus des Gastes.
Die Fu.K.K. ist ein unabhängiger und gemeinnütziger Kulturverein, der in der Region Emsland tätig ist.
Die Fu.K.K. ist nicht örtlich gebunden und engagiert sich für gesellschaftlichen Austausch und möchte mit verschiedenen künstlerischen und diskursiven Formaten abstrakte Themen besprechbar machen.
Und genau dafür bietet sich der o.g. Science-Fiction Film an!
Aber der Reihe nach:
Beginn war um 18.00 Uhr im Haus des Gastes, wo ein ansprechendes Buffet vom Heimatverein Lathen (HV) für die zahlreichen Besucher aufgebaut war. Unsere Katharina hatte wieder Frisch gebackener Bauernstuten, lecker belegt mit Käse und rohem Schinken, sowie selbst gebackenes Rosinenbrot und “Matjes auf Schwarzbrot” luden dazu ein, sich vor der eigentlichen Veranstaltung zu stärken. Diese Stärkung war, genau wie der Eintritt zur Filmvorführung kostenlos; eine Spende war jedoch sehr willkommen!

Gegen 18.30 Uhr begrüßte die Vorsitzende der Fu.K.K., Judith Stodtkötter, die anwesenden Gäste und eröffnete eine Gesprächsrunde zum Thema REPAIR CAFÉ und damit zur Nachhaltigkeit. Die Runde (siehe Foto oben von links nach rechts) bestand aus Helga Meyer (HV Lathen), Ann-Christin Eikenbusch (Fu.K.K.), Gesche Gloystein (Fu.K.K.), Christian Hallermann, Hans-Hermann Bode und Thorsten Neugebauer (alle REPAIR CAFÉ Lathen).
Helga Meyer erklärte, wie es überhaupt zu der Einrichtung des Lathener Repair Cafés gekommen ist.
Das Repair Café Lathen wurde im September 2025 eröffnet und bietet seitdem seine Dienste an jedem letzten Freitag eines Monats im Heimathaus Lathen in der Kirchstraße 4 an. Die Reparaturen sind kostenlos, nur die benötigten Ersatzteile, die ggf. beschafft werden, müssen bezahlt werden. Spenden sind allerdings auch hier willkommen. Während der Wartezeit kann Kaffee und selbst gebackener Kuchen bei Gesprächen genossene werden. Die Erfolgsquote bei den Reparaturen liegt mit 75 – 80 % recht hoch!
Hans-Hermann Bode stellte die Geschichte des REPAIR CAFÉS vor: Das Repair Café ist keine Erfindung der Teilnehmer aus Lathen, sondern wurde bereits im Jahre 2009 von Martine Postma entwickelt und öffnete am 18.10.2009 in Amsterdam-West erstmals. Sinn des Repair Cafés ist es, die Nutzungsdauer von Gütern durch Reparatur zu verlängern, die Müllberge zu entlasten und die Geldbörse der Besucher zu schonen! Denn, wer kennt es nicht: man kauft sich ein Produkt und direkt nach Auslaufen der Garantie, macht der Artikel nicht mehr das, wofür er angeschafft wurde. Und doch ist es oft nur eine Kleinigkeit!
Aber man hört: Eine Reparatur lohnt sich nicht!
Nachhaltigkeit geht anders!
Auch mit dem Thema Software beschäftigt sich das Repair Café und bietet als kostenlose Alternative zu Windows 10, das seitens der Fa. Microsoft keinen Support mehr erhält, die Hilfe beim Umsteigen auf LINUX an.
Jetzt aber zum Film “Everything will Change” aus dem 2021 vom renommierten, deutschen Regisseur Marten Persiel, der sich zu dieser Thematik wie folgt geäußert hat:
“Das Artensterben des frühen 21. Jahrhunderts ist naturgeschichtlich einzigartig. Es wird sich nie wieder in dem Ausmaß wiederholen können – was weg ist, ist weg. Es ist das größte Thema unserer Zeit!!”
Der Film zeigt aus der Sicht von drei Personen, die im Jahr 2054 leben, wie sich unsere Erde entwickelt hat. Viele Tiere, z.B. Giraffen sind ausgestorben und in Vergessenheit geraten. Diese Drei werden von einem alten Mann auf das Thema aufmerksam gemacht, sie machen sich auf die Suche und beginnen eine Zeitreise bis in unsere jetzige Zeit. Tiere sterben aus, aber es wird nicht an die “große Glocke” gehängt und tot geschwiegen.
(Anmerkung: Auch heute schon sterben einige Tierarten aus, aber es wird nicht groß publiziert!)
Im Film wird die Frage gestellt, warum man damals, also JETZT, nicht reagiert und etwas unternommen hat! Im Nachhinein kann nichts mehr korrigiert werden!
Was weg ist, ist weg!
Zum Schluss des Films konnte man erleben, dass der größte Teil der Besucher noch intensiv über das Gesehene nachgedacht hat! Anschließend wurde noch genau so intensiv über den Film, die Konsequenzen daraus und den aktuellen Stand diskutiert.

Der Fu.K.K. und unser Heimatverein haben vereinbart, in Kontakt zu bleiben und eine weitere Zusammenarbeit beschlossen!
persönliche Anmerkung:
Allein Deutschland gelten über 7000 Tierarten als gefährdet oder akut vom Aussterben bedroht. Diese Zahl umfasst eine Vielzahl von Tiergruppen, darunter Säugetiere, Vögel, Fische und Insekten. Die ROTE LISTE des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) fungiert hierbei als zentraler Indikator für den Rückgang der Artenvielfalt. Die Hauptursachen für das Artensterben in Deutschland sind:
Lebensraumverlust, Klimawandel und die Umweltverschmutzung!
Ich persönlich musste feststellen: Vor etwa 50 Jahren musste man mindestens wöchentlich die Frontscheibe seines Autos von toten Insekten reinigen. Dieses Problem stellt sich heute kaum noch!
Albert Einstein soll gesagt haben:
“Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.”
Ob er es tatsächlich gesagt hat, ist nicht belegt. Es verdeutlicht aber die enorme Bedeutung der Bestäuber: Bienen bestäuben etwa ein Drittel unserer Nutzpflanzen.
In China musste, wegen des intensiven Einsatzes von Insektiziden, der Mensch diesen Job in einigen Regionen schon übernehmen!
Der Heimatverein Lathen bedankt sich beider Fu.K.K., dass man uns angesprochen hat, bei der Gemeinde Lathen für das Überlassen des Raumes im Haus des Gastes und bei den Helferinnen und Helfern, speziell bei Karola und Katharina, dass sie ihre Zeit geopfert haben!